1861

Firmengründung 

Der 24-jährige Claus Meifort kehrt nach dreieinhalbjähriger Wanderschaft und seiner Militärzeit in Kopenhagen in seine Heimatregion Wilstermarsch zurück. Vor nun gut vier Jahren hat er hier seine Lehre in der Schmiede seines Vetters im Herzen der Kleinstadt Wilster beendet. Mit der Unterstützung seiner Eltern wagt der junge Mann den Schritt in die Selbstständigkeit und übernimmt den familiären Handwerksbetrieb am 24. Juni 1861. 


1875

Umzug in die Lindenstraße

Die Geschäfte laufen gut, das kleine Haus in der Deichstraße wird langsam zu eng. Es beherbergt nicht nur den aufstrebenden Betrieb, sondern auch die inzwischen neunköpfige Familie Meifort. Deshalb beschließt der junge Unternehmer, eine neue Maschinenfabrik im nahegelegen Sude bei Itzehoe zu errichten. 

 

 


1883

Original Meifort’sche Patentwiesenegge

Als Sohn eines Landwirts ist Claus Meifort sehr vertraut mit den Abläufen und Herausforderungen der Landwirtschaft. Er fasst den Entschluss, die Gerätschaften nicht nur herzustellen, sondern auch selbst zu entwickeln. 
1882 geht eine von dem jungen Ingenieur entworfene Wiesenegge in Produktion. Ein Jahr später erhält er ein deutsches Reichspatent sowie ein österreich-ungarisches Patent. Es werden noch drei weitere folgen, doch die „Original Meifort’sche Patentwiesenegge“ bleibt jahrzehntelang das Zugpferd der Maschinenfabrik, das diese weit über die Grenzen Europas bekannt machen wird.

 


1896

Die 2. Generation

Mit Georg Meifort übernimmt die zweite Generation das Ruder, vier Jahre später steigt auch Claus‘ jüngerer Sohn Emil Meifort in die Geschäftsführung ein.  
Das Angebot des inzwischen in der Landmaschinenbranche sehr bekannten Unternehmens beschränkt sich nun schon lange nicht mehr nur auf Eigenfabrikate, sondern führt auch andere Landmaschinen ausgewählter Marken. So gehören unter anderem Mähmaschinen der amerikanischen Firma Osborne, Mähbinder der Firma McCormick und auch Sämaschinen der Firma Lininger & Metcalf Co. fest zum Sortiment. 

 

 


1935

Das Patent Meifort-Ideal 

Sowohl Georg als auch Emil Meifort sind studierte Ingenieure und treten in die Fußstapfen ihres Vaters, indem sie Meifort mit ihren Erfindungen und Weiterentwicklungen weit nach vorne bringen. 
Georg beschäftigt sich intensiv mit dem derzeitigen Erfolgsartikel des Unternehmens, der Wiesenegge, und entwickelt patentierte, auswechselbare Verschleißaugen, um die Lebensdauer zu erhöhen. 
Emil hingegen entwirft einen Rübenreiniger mit Schneidemaschine – der erste seiner Art in ganz Deutschland. Das Patent- „Meifort Ideal“ wird der Verkaufsschlager der nächsten Jahrzehnte. 


1946

Die 3. Generation 

Mit Wilhelm Mohs, Kurt Petersen und Helmut Meifort hält eine neue Generation Einzug und die Firma nimmt wieder volle Fahrt auf. Der Maschinenpark wird erweitert und modernisiert, das bis dahin schon imposante Fabrikationsprogramm wird nochmals ausgebaut. Als Neuerung kommt ein großes Ersatzteillager dazu, der Vertrieb von neuzeitlichen Landmaschinen wie Schleppern, Dreschmaschinen oder Mähdreschern wird ausgebaut und auch der Kundendienst wird ausgeweitet. Schon bald sind im ganzen holsteinischen Raum geschulte Monteure der „blauen Flotte“ unterwegs, um sofort helfen zu können, sollte eine Landmaschine defekt sein.

 


1960

Meifort wächst

Um die Kundschaft in Dithmarschen noch besser erreichen zu können, öffnet am 8. April 1960 Meiforts erste Außenstelle in Marne die Türen. In der Königstraße entsteht ein Landmaschinen-Fachbetrieb mit moderner Reparaturwerkstatt und Ersatzteillager.  

Die Erweiterung des Einzugsgebiets zeigt sich als Riesenerfolg und so kommen innerhalb der nächsten zehn Jahre noch fünf weitere Filialen dazu.  


1970

Die 4. Generation

Meifort durchlebt grundlegende Veränderungen. Die vierte Generation mit Claus Mohs, Gerhard Petersen und Werner Meifort ist an der Reihe und hat einiges vor. Die größte Veränderung ist die Einstellung der Eigenfabrikation. Nach und nach wird der Schwerpunkt von Produktion auf Handel verlagert. Aus einer Maschinenfabrik wird schrittweise ein Landmaschinen-Fachbetrieb mit großer Werkstatt, Ersatzteillager, eigener Verkaufsabteilung und als Neuerung auch mit einem Motorgeräte-Fachmarkt. Zunächst noch unter Protest der Geschäftsführung zeigt sich schnell, dass das Angebot sehr gut angenommen wird und so wird auch bald in weiteren Filialen der Vertrieb von Kleingeräten aufgenommen. 

 


1996

Die 5. Generation zieht nach Dägeling

Erneut veranlasst Platzmangel die Firma Meifort dazu, den Standort zu wechseln. Mittlerweile sind die Maschinen zu groß und die Straßen zu eng. Nach 121 Jahren gibt das Unternehmen das Gelände in der Lindenstraße in Itzehoe auf, um ein großzügiges Gelände im aufstrebenden Gewerbegebiet im etwa 7 km entfernten Dägeling zu beziehen. 

Zudem steht erneut ein Generationswechsel an. Claus Mohs übergibt die Leitung seinem Schwiegersohn Thorsten Ebken. Einige Jahre später wird auch Claus‘ Tochter Anja als erste Frau in die Geschäftsführung einsteigen. 

 


2011

150-jähriges Jubiläum

Zu Ehren des 150-jähriges Bestehens veranstaltet Meifort im Juni eine große Jubiläumsfeier in der Firmenzentrale Dägeling. Als Geschenk an die Geschäftsführung wird ein von der Belegschaft eigenhändig restaurierter McCormick International Farmall D-430 übergeben.  

 


Heute

Neue Wege

Wieder einmal ist die Firma Meifort im Umbruch. Als Vorbereitung auf die sechste Generation wird das Unternehmen ordentlich umstrukturiert und begibt sich dabei auf neue Wege. Das erste Mal in der Firmengeschichte verkleinert sich Meifort freiwillig. Statt vorher acht Standorten zählen nun nur noch fünf zum Unternehmen. Ziel ist es, Kapazitäten für Veränderungen und Innovation zu schaffen. Der Fokus liegt hierbei auf dem inneren und nicht dem äußeren Wachstum.

 

Man kann gespannt sein, wie die Geschichte weitergeht...


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